Plötzlich Mama: Das Selbstbild nach der Geburt
Shownotes
Nach der Geburt ist plötzlich alles anders: Der Alltag, der eigene Körper … und oft auch der Blick auf sich selbst. Du bist jetzt Mama, übernimmst neue Rollen und merkst vielleicht, dass sich auch in dir alles neu und unbekannt anfühlt. In dieser Folge geht es genau um dieses Gefühl zwischen Muttersein, dem eigenen Selbstbild und darum, wie du dich in all dem Neuen langsam wiederfinden kannst.
Darum geht es in dieser Folge: ● So unterschiedlich kann das Selbstbild nach der Geburt sein ● Gefühlschaos im Wochenbett ● Unterschiede 1. vs. 2. Kind ● Einfluss von Social Media und Gesellschaft ● Sich selbst neu kennenlernen ● Der ‘Mom-Effekt’
Tipp: Mehr über die mentale Verarbeitung der Geburt erfährst du in dieser Folge: https://open.spotify.com/episode/3Y4ugqZhIjJqXUsQn7nUkA?si=9fca47969cd54a60
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Transkript anzeigen
00:00:05: Hier ist dein Podcast mit echten Hebammen Insider-Tipps.
00:00:07: Mit Anja und Marie von Hallo Hebamme!
00:00:19: Und
00:00:34: seit der letzten Podcastaufnahme, wo wir beide hier zusammengesessen sind ist auch wirklich einiges passiert.
00:00:39: Aber nochmal kurz für alle die uns vielleicht noch gar nicht kennen Wir sind Anja
00:00:43: und Marie.
00:00:44: Beides.
00:00:44: Hebamme und Mamas wohnen in Heidelberg und wir besprechen hier staffelweise alle zwei Wochen ganz verschiedene Themen rund um die Schwangerschaft Geburt das Wochenbett und die Babyzeit.
00:00:55: und ich habe es gerade schon angeteasert seit der Letzten Staffel Ist einiges passiert?
00:01:00: Nicht nur bei Hallohebamme, sondern auch bei dir Privatmarie.
00:01:03: Du hast nämlich dein zweites Baby geboren und ich glaube viele Hörerinnen sind bestimmt ganz nögerig wie es dir gerade geht in deiner Familie!
00:01:13: Ja total das letzte Mal saß ich hier noch mit Kugel und jetzt...
00:01:19: Man hört den Unterschied wahrscheinlich schon, du bist näher am Mikro.
00:01:22: Ich komme wieder näher ran und habe mehr Luft.
00:01:24: Ich bin nicht mehr so kurzatmig aber ja stimmt vor ein paar Monaten ist mein zweites Kind meinen Sohn geboren und ich bin unglaublich dankbar und sehr glücklich darüber dass er jetzt nun bei uns ist.
00:01:36: die ersten Wochen war natürlich sehr intensiv mit ganz viel Nähe und Kuscheln und ganz schönen Momenten und die haben wir auch noch weiterhin weil so alt ist er ja eigentlich auch noch gar nicht Aber auch mit etwas weniger Schlaf, wie man es vielleicht erahnen mag und einige Herausforderungen, die natürlich so ein Neugeborenes mit sich bringen.
00:01:56: Aber ich sag immer, das ist ein neues und das schönste Familienchaos, dass man sich wünschen kann.
00:02:01: Das
00:02:02: kann ich mir sehr gut vorstellen!
00:02:04: Und was sich wirklich spannend findet, liebe Anja?
00:02:07: Das dachte ich bringe ich heute mit.
00:02:08: Auch wenn ich das ja schon einmal erlebt habe, fühlt es sich diesmal wieder irgendwie ganz neu an.
00:02:14: Mit zwei Kindern ist es einfach ... Nicht doppelt so viel, sondern es entsteht eine ganz andere Dynamik in der Familie.
00:02:22: Und ich merke, wie sehr sich dadurch auch ein bisschen mein Selbstbild verändert hat.
00:02:26: Mein Alltag sieht anders aus.
00:02:27: Meine Rolle als Mama wird größer und gleichzeitig ja irgendwie auch anders und so toll!
00:02:35: Jeder bekommt wieder seine neue Rolle und man schlüpft da irgendwie rein.
00:02:38: Ich bin stolz auf meine große Tochter weil die macht das irgendwie auch gut.
00:02:43: Ja, jeder findet sich da gerade rein.
00:02:45: Aber auch ich selbst veränder mich natürlich auch wieder weiter und da fragt man sich so ein bisschen ja was passiert denn eigentlich mit mir als Person?
00:02:53: Und darum geht es ja auch heute so ein bißchen.
00:02:55: Es ist einfach eine komplett neue Balance die ich gerade für mich finden muss weil jetzt eben einfach zwei Kinder da sind!
00:03:02: Du hast grad schon angeteasert.
00:03:03: das passt ganz wunderbar Zum heutigen Thema dieser Folge, auch als Hebamme erleben wir diese Prozesse nämlich.
00:03:10: Es soll heute um das mentale Selbstbild nach der Geburt gehen und genau so wie du es gerade beschrieben hast Marie dieses Suchen nach einer neuen Balance hast du es glaube ich genannt, dieses Gefühl dass sich der Alltag und auch das eigene Bild von sich selbst verschiebt, das Erleben nämlich unglaublich viele Frauen und für manche fügt sich das fast von selbst.
00:03:30: die wachsen relativ schnell in diese neue Rolle hinein.
00:03:33: Das merken wir auch so in unserem Alltag als Hebamme und die spüren, dass das Selbstbild sich organisch anpasst.
00:03:38: und für andere – auch das erleben wie immer wieder – braucht es einfach seine Zeit um all die Veränderungen innerlich zu verarbeiten aber auch einzuordnen, wie du das gerade so schön beschrieben hast Und da an der Stelle vielleicht erstmal schon mal ganz wichtig.
00:03:51: Beides ist völlig normal und wichtig ist nur, dass man sich erlaubt seinen eigenen Weg zu gehen Und vor allem, sich selbst auch die Zeit gibt.
00:03:59: Wie du das gerade schon gesagt hast?
00:04:01: Ja genau total!
00:04:02: Es ist ja nicht nur so dass sich der Körper verändert Auch einige Wahrnehmungen wer man eigentlich isst bekommt einen neuen Anstrich wie wir manchmal so gerne sagen Man ist jetzt Mama von einem oder sogar mehreren Kindern und auch egal wie viele Kinder dazukommen kann sich das Selbstbild auch dahin gehen nochmal verändern.
00:04:22: Du sagst es manche erleben das wie...ja so ein positiven Schub würde ich mal fast meinen hab ich bei dir, glaub ich auch so ein bisschen
00:04:28: rausgehört.
00:04:31: Die sagen dann so wow das hat mich geschafft ne?
00:04:33: Ich habe einen Kind geboren oder jetzt bin ich Mama von zwei Kindern drei vier wie du das auch gerade gesagt hast und spüren dann plötzlich so Kräfte in sich die sie vorher ja vielleicht noch nie wahrgenommen haben.
00:04:46: und andere dagegen sind erst mal sehr verunsicher.
00:04:49: die fragen sich ob es überhaupt noch die gleiche wie vorher sind Oder wo denn die alte Version von sich selbst plötzlich eigentlich hin ist?
00:04:56: Auch das ist ja so eine Frage, die sich durch einige Frauen stellen nach der Geburt.
00:05:00: Und völlig berechtigt und das Spannende ist beides ist hier auch wieder völlig normal sowohl dass eine zu erleben als auch das andere.
00:05:07: und das eigene Selbstbild wird nach einer Geburt oft einfach neu sortiert.
00:05:12: Alterollen passen vielleicht nicht mehr so hundertprozentig und neue Rollen sind vielleicht noch nicht eingespielt und dann befindet man sich wie in so ner Schwebe weil man des Altes loslassen muss Aber das andere noch nicht so richtig hat und dieser Umstellungsprozess kann herausfordernd sein.
00:05:27: Und auch wirklich einiges an Zeit dauern, was wir in dem Zusammenhang nicht vergessen dürfen – die Geburt selbst prägt das Selbstbild enorm!
00:05:35: Das als Frau zu schaffen muss man sich eigentlich regelmäßig selbst auf die Schulter klopfen, was mir Frauen da eigentlich leisten oder?
00:05:41: Ich
00:05:42: frage mich immer, das habe ich beim ersten Mal und beim zweiten mal jetzt auch gedacht wo ist der Orden?
00:05:46: Oder?!
00:05:46: Im Kreisei denkt man immer so, wo hast du's geschafft?
00:05:49: Wo sind die Trompeten?
00:05:51: Die Franzare.
00:05:52: Die reinstürmt und sagt herzlichen Glückwunsch!
00:05:57: Ich finde es sollte auch eine Sonderseite geben in der Tageszeitung, wo wirklich jede Frau geholt ist.
00:06:03: Herzlichen
00:06:04: Glückmunt und das geht immer unter.
00:06:06: Also
00:06:06: klar
00:06:06: gratulieren sehr vielen einen aber ja auch dass das Kind dann da ist eher halt dem Kind, dass das da ist Aber irgendwie so ein Anstecknall, der weiß nicht, dass die
00:06:14: Frau für die Geburt gefeiert wird.
00:06:16: Das sollte mehr passieren?
00:06:18: Ja aber ich glaube was man da auch nicht vergessen darf ... Für viele ist die Geburnt eine Art Schlüsselerlebnis möchte ich jetzt mal sagen.
00:06:25: Manche fühlen sich danach unglaublich stark andere Haar dann aber auch mit sich weil es vielleicht ganz anders lief als erhofft und das darf man eben nicht vergessen.
00:06:33: diese Gefühle können sehr lange nachwirken und da auch reinspielen.
00:06:36: das Thema was wir heute besprechen
00:06:38: Total!
00:06:39: Und das muss man auch ernst nehmen.
00:06:40: also wir haben's ja gerade etwas lustiger gesagt, aber vor allem wenn man mit der Geburt hadert muss man das ernst nehmen und beides darf sein.
00:06:48: Stolz und Kraft genau wie Traurigkeit und auch Enttäuschung denn eine Geburt ist ja nie schwarz und weiß.
00:06:55: Und wichtig ist sich die Zeit zu nehmen die eigenen Erfahrungen einzuordnen oder im Gespräch mit dem Partner mit der Hebamme Oder vielleicht auch der Freundin je nachdem wen ihr auch vertraut wenn ihr findet und eure Gefühle den dem eurem gegenüber anvertrauen möchtet.
00:07:09: Das kann natürlich helfen Frieden mit der geburt zu finden und damit dann auch abzuschließen.
00:07:14: Und auch wieder Vertrauen in sich selbst zu finden, wenn die Geburt doch nicht so lief wie man es sich gewünscht
00:07:20: hätte.".
00:07:30: Und in dem Zug freuen wir uns natürlich auch sehr über eine Bewertung von euch, einen Abo für unseren Podcast und auch ein Kommentar mit euren Gedanken zu diesem Jahr doch sehr persönlichen Thema.
00:07:56: auch so ein bisschen schockiert war, muss ich sagen.
00:08:05: Einerseits war ich natürlich immer noch diese selbe Person die ich jetzt war mit meinen Gedanken, mit meinen Interessen und mein Beziehungen aber gleichzeitig fühlte sich alles komplett neu an der Körper der nach der Geburt du weißt es ja auch sich komplett.
00:08:21: erst mal verändert diese neun Monate Schwangerschaft die man hinter sich gebracht hat wo man hier auch so stolz drauf ist und stolz darauf sein kann dass der Mensch geboren ist.
00:08:30: Und dann steht dieser kleine Mensch plötzlich im Mittelpunkt und auch meines Lebens, und es verändert sich alles – obwohl man ja eigentlich die gleiche Person ist und das Skurril dabei ist, die Welt sich weiterdreht!
00:08:44: Viele verändert sich gar nichts, außer für einen selbst oder zumindest der Familie, weil dieser neue Mensch da ist.
00:08:51: Ich fand das beim ersten Mal schockierender.
00:08:55: Erst mal in diese Rolle der Mama reinzuschlüpfen, finde ich eine viel größere Wahr als jetzt zum Beispiel beim zweiten Mal.
00:09:01: Das zweite Mal ein Kind zu gebären ... Ich finde da ist man ja schon Mama.
00:09:05: Da kommt ein Kind dazu!
00:09:07: Es ist eine andere Dynamik wie vielleicht zu Beginn schon gesagt habe.
00:09:11: Ich hab immer so ein bisschen Angst gehabt, oh Gott, wie fühlt sich diese Doppelte lieber an?
00:09:15: teilt man die?
00:09:15: Oder wie ist das dann?
00:09:17: auf einmal, kann ich diesen zweiten Menschen genauso lieben zum Beispiel als meine erste Tochter.
00:09:21: Allein das ja schon und es funktioniert!
00:09:23: Es geht aber das allein zu erleben und hinzubekommen und sich daran dann zu gewöhnen und wir nehmen die große Tochter an zweit.
00:09:31: Also es kommen so andere Dinge dazu als beim ersten Mal.
00:09:34: und das erste mal finde ich war ich viel schockierter weil ich so dachte oh Gott mein Leben!
00:09:38: Weil das Leben so komplett... auf den Kopf gestellt wird, ja.
00:09:41: Dann der Schlafmangel.
00:09:42: und beim zweiten Mal finde ich jetzt kennt man das schon ne?
00:09:45: Man weiß auch ist eine Phase es wird irgendwann vorbei gehen.
00:09:47: Ich finde dann kann man viel besser damit umgehen als das erste mal wo ich da saß und dachte oh Gott so ist mein Leben jetzt für immer.
00:09:53: wie soll ich denn dass jetzt schaffen mit diesem schlafmangel für immer und ewig?
00:09:57: dann die Hormone.
00:09:58: ach der Mann fahrt der Gefühle und ich finde beim zweiten mal wird das schon ein bisschen besser.
00:10:02: aber
00:10:02: ich glaube das holt gerade total viele hören und höre da draußen ab weil Wenn wir das als Hebamme genauso empfinden, zeigt es eigentlich wie normal.
00:10:12: Ich kann das auch nur so bestätigen nach der Geburt meiner Tochter.
00:10:15: Plötzlich gibt's da diesen kleinen Menschen, der einfach alles verändert, wie du das gerade schon beschrieben hast und in den ersten Wochen dreht sich wirklich jeder Gedanke nur ums Baby, um dein Kind Und Dinge die man vorher ganz selbstverständlich ja für sich getan hat.
00:10:32: Die rücken plötzlich Komplett in den Hintergrund.
00:10:35: Da kann man sich ja noch so vornehmen, ah mein Leben!
00:10:37: Also ich
00:10:38: meine Routinen planen genau
00:10:40: so... Ich mache jeden Morgen meinen Bett definitiv und Sport immer frisch gekocht
00:10:48: mit Smoothie
00:10:51: und
00:10:52: Atschia-Bohl.
00:10:53: Weißt du es eigentlich?
00:10:55: Ich weiß nicht
00:11:00: mehr
00:11:01: was das ist.
00:11:02: Atsaibool oder?
00:11:03: Atsaybol?
00:11:03: Nein jetzt haben wir uns ja wirklich Mochi.
00:11:08: Was ich damit auch noch mal sagen will, diese eigenen Bedürfnisse die rücken plötzlich egal wie fest man es sich vornimmt erstmal automatisch ein Stück weit in den Hintergrund und das ist auch völlig normal.
00:11:20: Und wirken auch irgendwie auch nebensächlich.
00:11:22: Es ist dann manchmal völlig egal wenn das Kind den ganzen Tag getragen werden möchte, weil gerade der Tag einfach blöd ist und das Kind viel näher und zunahe gebraucht.
00:11:31: Ob die Betten jetzt dann mal gemacht sind oder eben auch nicht?
00:11:34: Du geduscht
00:11:34: hast!
00:11:34: Das ist auch für mich egal ob
00:11:36: der Haaransatz sehr zehn Zentimeter ist oder nicht.
00:11:39: Trotzdem wichtig zu betonen ist es dass das eine Phase sein darf wie du ja auch schon gesagt hast.
00:11:44: Ist mein Leben jetzt auf immer Nähe ist es ja nicht und dass da auch völlig okay ist aber dann irgendwann auch wieder der Punkt kommen sollte, wo man sich ganz bewusst auch und exklusive Zeit für sich selbst nimmt.
00:11:56: Um einfach – weil das ist das Wichtige und das wird in der heutigen Zeit finde ich oft vergessen – um wieder zu Kräften zu kommen ja?
00:12:01: Und wieder Kraft zu schöpfen, um sich auch wieder wohl in seinem Körper irgendwann zu fühlen.
00:12:07: Was ich da auch immer mehr beobachte, ist dass durch die aktuelle Welt, in der wir leben und auch die Einflüsse, den wir tagtäglich ausgesetzt sind.
00:12:14: Auch durch Social Media wäre ganz oft von außen ja noch diesen zusätzlichen Druck bekommen.
00:12:19: Meine Tochter ist inzwischen zehn.
00:12:20: Da war das damals nicht so, dass man das Gefühl hatte, man vergleicht sich dann im Rückbildungskurs oder wenn man sich dann in Müttergruppen getroffen hat ... Aber auf dem Spielplatz, wo nicht vergleich ich auch mal.
00:12:31: Jetzt hat mir gefühlt ungefiltert, wenn man durch Social Media Squat sofort diesen Vergleich ... Die hat ihr Kind vor vier Wochen geboren und jetzt ist das da ... Ach, die verreißt schon!
00:12:39: Oh mein Gott!
00:12:40: Und ich krieg noch nicht mehr in meinen Bettmorgen zu machen.
00:12:44: Das finde ich manchmal schwierig und das macht es auch manchmal nicht leicht.
00:12:47: Jeder hat gefühelt eine Meinung wie man als Frau, als Mama sein sollte oder?
00:12:55: Das kann total für unsichern, siehst du das genauso?
00:12:57: Ja, total.
00:12:58: Das verunsichert nicht nur, sondern es erschüttert einen manchmal wirklich bis in Markenwein und lässt einen wirklich selbst zweifeln.
00:13:04: Denn viele Frauen vergleichen sich ständig mit anderen Müttern im Freundeskreis wie du gerade gesagt hast auf Instagram oder Co.
00:13:10: Und mit diesen scheinbar perfekten Bildern die auf Instagram gepostet werden.
00:13:14: man sieht das und nimmt das dann auf einmal als normal war!
00:13:18: Also man denkt, das ist die Realität.
00:13:20: Das ist die Welt in der diese Familie lebt aber dass das ja auch nur Ausschnitte sind, die mal schön hergerichtet wurden, dass sie genauso verzweifelt manchmal vielleicht im Bett sitzt und weint weil sie denkt, es klappt heute aber vielleicht nicht so oder irgendwie es baby weint heute Und die kommen auch haben auch ihre Herausforderungen und kommen an ihre Grenzen Aber das zeigen Sie dann halt einfach nicht.
00:13:40: und da entsteht schnell das Gefühl ich genüge nicht.
00:13:44: Alle anderen kriegen das besser hin als ich.
00:13:45: Und genau dieser inneren Druck, den du gerade ja schon beschrieben hast macht es super schwer einen eigenen Weg zu finden und einfach bei sich zu bleiben.
00:13:54: Da sieht man von außen immer nur einen Bruchteil und niemand zeigt wie die komplette Nacht ohne Schlaf wirklich war.
00:14:01: Wie viele Tränen sind im Badezimmer jetzt geflossen?
00:14:03: Wie schlecht geht es einem wirklich ...
00:14:07: Tickt der Baby bloß rein!
00:14:08: Ja
00:14:08: oder wie geht's einem in dieser Situation mit dem neuen Baby?
00:14:13: Egal, ob das wie vielte geboren ist.
00:14:15: Manche zeigen es transparenter und manche weniger.
00:14:17: aber eigentlich sollten wir uns da komplett vorausnehmen Und einfach auf einen Selbsthören vor allem in so nervulierabenden Phase, wo die Welt ja eh schon wankt Wo eh schon Routinen losgelassen werden müssen und es fällt uns ja so schwer wenn man Veränderungen auch vielleicht nicht so manche können mit Veränderung besser umgehen, mancher weniger.
00:14:38: Das zuzulassen allein das schon reicht.
00:14:41: Ja
00:14:42: Ich finde, da hast du gerade was ganz Entscheidendes gesagt dieses Inhalten.
00:14:47: Weil irgendwann muss man das machen und innen halten und sich eben nicht nur an diesen Vergleichen orientieren.
00:14:54: Klar fallen die positiv aus wunderbar aber spätestens wenn sie neutral sind oder zur eigenen Seite negativ ausfallen ins negative Gefälle rücken ja macht es auf Dauer einfach, ist das nicht gesund und macht krank.
00:15:06: Und viel entscheidender ist ja eigentlich die Frage was man selbst gerade braucht oder was wirklich zur eigenen Familie passt?
00:15:12: Weil auch das vergessen wir in diesem Zusammenhang immer kein Schema F passt immer auf jede Familie, auf jedes Familienkonstrukt, alle Bedürfnisse und jedes Kind ist ja auch anders!
00:15:25: Das finde ich kommt manchmal viel zu kurz.
00:15:29: Reflektieren wir gar nicht mehr, weil wie du das vorhin schon gesagt hast, wie das alles als normal und gegeben hinnehmen weiß uns zuvor gelebt und präsentiert wird.
00:15:35: Und viele Dinge gar nicht hinterfragen.
00:15:37: Das ist ganz schwierig!
00:15:39: Und auch wichtig noch dass die Ressourcen ja immer unterschiedlich sind.
00:15:42: Manche haben ja anderen Back-up vielleicht, ist die Familie noch vor Ort oder nicht?
00:15:46: Oder andere organisieren sich anders?
00:15:48: Jede Beziehung ist auch unterschiedlich.
00:15:50: Und das heißt ja nicht, dass das eine besser oder schlechter ist sondern wie du sagst man muss sich auf seine eigenen Gegebenheiten konzentrieren.
00:15:57: Was passiert bei mir in meinem Kosmos und wie kommen wir als Familie da gut durch?
00:16:01: Und welche Ressourcen haben wir auch, ja.
00:16:03: Welche Ressoursen hast du als Mama die du geben kannst?
00:16:06: und irgendwann sind sie halt aufgebraucht muss man sich irgendwas anderes überlegen.
00:16:10: Egal, ob das bei der einen funktioniert hat oder eben auch nicht.
00:16:13: und dann kommen die Kinder noch dazu, die auch unterschiedlich sind wie du es gerade schon gesagt hast.
00:16:17: Das ist so eine wichtige Komponente, finde ich, die man nicht außer Acht lassen darf.
00:16:22: Du kannst dich noch so gut vorbereiten, dass ja du kannst Kurse besuchen, du kannst Ratgeber lesen, du kannst dich auf Social Media informieren, du Kannst dich auch mit Gesprächen mit Freundinnen austauschen, deine
00:16:33: Familie alles
00:16:36: nieder schreiben.
00:16:38: einen Faktor nicht kalkulieren vorher.
00:16:40: Und das ist, dass Kind das geboren wird und welche Bedürfnisse das haben wird.
00:16:44: Jedes Kind wird mit einem Charakter geboren ja?
00:16:47: So schwer es mir gefällt muss man hinnehmen und annehmen.
00:16:51: Das ist etwas, was du nicht vorher genau planen kannst aber das fällt uns in der heutigen Zeit super schwer.
00:16:57: Ja ganz schwer!
00:16:58: Und dann wenn die Welt ja eh schon wankt kommen von außen auf einmal noch Kommentare auf ein eingepraselt, den man gerade noch braucht.
00:17:07: Dann stehst du gerade beim Supermarkt und vielleicht bist du ja grade super froh.
00:17:11: Du wirst vielleicht das erste Mal einkaufen mit deinem Neugeborenen, du hast dich getraut
00:17:15: ... Hast dir Topf gemacht!
00:17:17: Du hast es geschafft, dich anzuziehen.
00:17:18: Vielleicht ist dein T-Shirt sogar noch sauber?
00:17:21: Wenn nicht hat's nur einen kleinen Spukfleck vielleicht... Du hastes geschafft diese Fahrt diesen Spaziergang zum Supermarkt zu machen.
00:17:27: Und du bist vielleicht innerlich jetzt schon stolz auf dich weil du denkst geil heute hab ichs geschafft mit dir hier zu stehen.
00:17:34: Und dann kommt Kommentare von außen weil irgendwas von Außen wahrscheinlich doch nicht stimmt.
00:17:39: Weil das Baby kurz anfängt zu weinen, du nicht schnell genug reagierst, du überhaupt reagierest, manche sagen jetzt lass es Kindheit mal schreien.
00:17:46: also egal was du machst es wird von außen bewertet.
00:17:49: Von fremden im Supermarkt vielleicht auch von der Nachbarin, von der eigenen Mutter oder der eigenen Familie.
00:17:54: und das macht finde ich manchmal diese kleinen Momente die natürlich die Leute von außend nicht sehen auf die man selbst treu ist so kaputt Weil diese kleinen Highlights, die man sich schafft oder diese kleinen Steps wieder zurückzukommen in einen neuen Alltag, den man sich baut.
00:18:11: Da fühlt man sich ja dann gleich wieder schlecht.
00:18:12: Gehört der nächste Ohrenverliner eigentlich?
00:18:14: Oder?
00:18:15: Und dann ist es ja so – du hast das gerade auch schon angesprochen – manche Tipps können hilfreich sein.
00:18:20: aber häufig sind ja diese ungefragten Ratschläge und Tipps auch immer jetzt mal ehrlich eher überfordernd!
00:18:28: Aber vor allem könnt ihr ja gar nicht immer auf jeden Alltag auch passen, wie du das gerade schon gesagt hast.
00:18:33: Oder eben auch zum eigenen Kind passen.
00:18:35: und noch viel schlimmer finde ich ja immer.
00:18:38: häufig sind hier auch total veraltet oder?
00:18:41: Das ist ja noch viel Schlimmer.
00:18:43: Du denkst jetzt habe ich dir ganz anders gehört.
00:18:46: Jetzt kommt hier von Müller vom Fleischtheke am Supermarkt noch mich zu und erzähl mir
00:18:51: das jetzt anders.
00:18:54: lässt man sich ja trotzdem dann super schnell verunsichern.
00:18:57: Und das Gefühl entsteht dann so automatisch, dass man vielleicht was falsch macht?
00:19:00: Da kann man sich noch sagen ... Nee!
00:19:01: Also meine Hebammer, ich hatte es so gelesen.
00:19:04: Ich glaube, das kennt jede Frau, dass dann kurz zu dieser Momente kommt.
00:19:07: Stimmt das wirklich?
00:19:08: Ich gucke das jetzt doch nochmal kurz nach.
00:19:09: Vielleicht
00:19:10: hat sie ja wirklich
00:19:11: recht.
00:19:12: Vielleicht haben Sie sich ja noch mal irgendwas geändert.
00:19:14: Ja, vielleicht war's auch immer und das macht natürlich noch zusätzlich schwer in der heutigen Zeit.
00:19:19: Obwohl nicht nur heute.
00:19:21: Das gibt schon immer.
00:19:23: Und da muss man irgendwie lernen, nicht umzugehen.
00:19:26: Ich glaube, da darf man auch ruhig lernen zu filtern.
00:19:29: Nicht jeder Kommentar muss für mich Bedeutung haben und jeder darf selbst entscheiden was zu einem selbst passt und den Rest innerlich gefühlt weiterziehen lassen.
00:19:39: aber das klingt manchmal leichter gesagt als getan und vielleicht hilft der Motto noch mal da rein daraus.
00:19:46: Man kennt
00:19:46: es ja Aber
00:19:48: wie schwer fällt es einem genau der Sekunde?
00:19:50: Wenn du dann wirklich mit Schlafmangel da stehst, deine Welt wangt und dann kommt der Kommentar.
00:19:56: Aber wir wollen euch motivieren und euch heute noch mal sagen ihr dürft filtern und denkt an unsere Worte wenn ihr in so einer Situation dasteht.
00:20:06: Dann denkt an uns und sagt Anja und Marie haben gesagt da rein daraus und das darf dann genauso sein!
00:20:11: Wenn euch das super schwer fällt.
00:20:13: manchmal hilft es auch sich so bewusst abzugrenzen.
00:20:15: Das könnte zum Beispiel ganz einfach mit Danke für den Hinweis Schnell den Wagen wenden und gehen, ne?
00:20:22: Und will sich selbst einfach beschließen.
00:20:24: Ich mach's trotzdem so wie es für mich stimmig ist denn niemand kennt ja das eigene Kind und die eigene Familie so gut wie man selbst.
00:20:31: Das sehe ich genau so!
00:20:33: Das eigene Selbstbild muss nicht den Erwartungen anderer entsprechen Es darf sich entwickeln und auch danach nochmal verändern.
00:20:40: Genau und was auch noch ein sehr wichtiges Thema ist in Bezug auf das eigene Selbstbild Neben der neuen Rolle als Mama bleibt ja noch vieles von dem, was man vorher war.
00:20:48: Das haben wir jetzt noch so gar nicht angesprochen.
00:20:50: Man ist gleichzeitig noch Ehefrau und Freundin oder Tochter, Schwester oder auch Kollegin.
00:20:59: Die Rollen fühlen sich aber erst mal anders an oder vielleicht sogar ganz weit weg?
00:21:06: Und ich finde das sollten wir auch noch kurz drüber sprechen!
00:21:09: Ja da sprichst du etwas superwichtiges an denn plötzlich Ist man nicht mehr selbstverständlich beim Mädelsabend dabei, als Freundin?
00:21:16: Wie man es vielleicht davor auch war oder hilft wie gewohnt den Eltern im Garten.
00:21:20: Sondern muss auf einmal selbst um Hilfe bitten und im Job ist man ja meistens für einige Zeit erst mal raus.
00:21:26: das heißt die Kolleginnen sieht man gar nicht so häufig.
00:21:29: aber da verändert sich wirklich schon einiges.
00:21:32: und auch wie man auf einmal eine Freundin oder diese ganzen Rollen bewertet oder in seinem Leben neu anordnet
00:21:40: Und viele dieser Veränderungen sind gar nicht schlimm.
00:21:43: Manchmal ist das ja vielleicht sogar so, dass sich gewisse Veränderung auch befreiend anfühlen können wenn es sich geändert hat und man aber mit einzelnen Dingen hadert.
00:21:52: Wenn ihr merkt, nee also irgendwie mit dieser neuen Rolle bin ich irgendwie nicht so happy oder ne da würde ich gerne doch wieder ran, das fehlt mir doch sehr.
00:22:00: dann kann's helfen sich nach dem Wochenbett Schritt für Schritt wieder in diese... Ich nenne das mal anderen Rollen wieder reinzufinden und den wieder anzunähern.
00:22:08: Und viele haben ja da super viel Verständnis also gerade.
00:22:11: Also wenn Freundinnen kein Verständnisses, der wir haben, dann sollte man noch mal reflektieren, ob es echte Freundinnen sind.
00:22:16: Zum Beispiel jetzt ... Geil, das geht doch für einen Ehemann!
00:22:20: Aber dafür ändert sich schon einiges.
00:22:22: Viele berichten auch, oh, dann lernt man erst einmal wer wirklich Freunde ist.
00:22:26: Wenn man sich weniger gemeldet hat oder nur sporadisch die ersten Abend nicht mehr mit dabei ist.
00:22:32: Da wird finde ich schon ausgesät.
00:22:35: Da merkt man schon, wer bleibt?
00:22:37: oder wer hat einen Weg für diesen Zeitraum begleitet und entfernt sich jetzt wieder so ein bisschen von einem.
00:22:44: Aber wichtig ist gerade zu
00:22:45: sagen... Das geht hoffentlich nicht
00:22:47: für den Ehemann!
00:22:48: ...sondern
00:22:48: nur für
00:22:49: die anderen Rollen, aber du hast ja eben grade nochmal angesprochen dass man sich natürlich auch dem wieder annähern kann.
00:22:56: Darauf möchte ich auch noch mal eingehen, weil das ist natürlich so.
00:22:58: Man ist nicht nur eben Mutter sondern auch Freundin und es ist völlig legitim Dienstagsabend mit der Kollegin wenn sie dann vielleicht oder noch Freundin oder wie auch immer zum Pilates zu gehen Oder dass Baby einfach mal mit zur Mädelsabend vielleicht auch mitzunehmen und einfach zu integrieren.
00:23:13: Vielleicht geht das ja auch Und all diese Dinge sind vielleicht nicht sofort nach der Geburt möglich.
00:23:18: Das muss aber ja auch gar nichts sein und das darf auch ein bisschen Zeit benötigen Dass man sehr wieder reinkommt und ja auch Lust drauf hat.
00:23:26: Also, man muss es ja auch selbst wollen.
00:23:28: Wichtig dafür ist aber noch zu erwähnen, dass man einen Umfeld hat, das die eigenen Bedürfnisse wahrnimmt und erkennt, ah, das fehlt dich jetzt gerade.
00:23:38: Würdest du gerne mal wieder da ins Gespräch zu kommen?
00:23:40: Und dann aktiv ... Die Frau bei diesem Wunsch unterstützt weil ansonsten ist das manchmal super schwierig.
00:23:48: Dann verleht man sich vielleicht so ein bisschen in der Rolle als Mama.
00:23:52: Das Leben verändert sich, das haben wir schon mehrmals hier betont.
00:23:55: Aber man bleibt eben auch all das, was wir gerade erwähnt haben.
00:23:59: Wichtig in dem Zusammenhang ist aber auch ein Umfeld zu haben, was diese eigenen Bedürfnisse, die man trotzdem einige Zeit nach der Geburt wieder hat wahrnimmt und dass es, finde ich noch wichtiger, einen dann bei diesen Wünschen unterstützt.
00:24:15: Weil sonst kann's manchmal schnell passieren, dass man sich vielleicht selbst auch verliert ... Und ja, auch in der Rolle als Mama verliert und dann vielleicht irgendwann unglücklich ist.
00:24:26: Das Leben verändert sich aber man bleibt eben all das was man vorher war und was wir gerade schon erwähnt haben.
00:24:31: Vielleicht ist es ja auch eine Chance in dieser ganzen Veränderung dass man nicht nur etwas verliert, das auch noch mal neu zu sehen sondern gleichzeitig vielleicht auch neue Seiten an sich entdeckt und dazu gewinnt die ein bereichern?
00:24:44: Ja das stimmt!
00:24:45: Und das fällt mir immer wieder auf.
00:24:46: viele entdecken nach einer Geburt ganz neue Seiten die sie vorher vielleicht noch gar nicht kannten.
00:24:52: Und das kann das eigene Selbstbild unglaublich bereichern, wenn man plötzlich eine Stärke, eine Ruhe oder eine Fürsorge an sich wahrnimmt, die man zuvor so gar nicht wahrgenommen hat oder auch an sich entdeckt
00:25:04: hat.".
00:25:05: Das ist für mich echt ein schöner Gedanke!
00:25:07: Ich zum Beispiel, um mal hier aus dem Nähkästchen zu plaudern habe nach der Geburt von Schmauzy eine enorme Geduld neu entdeckt bei mir.
00:25:16: Also vielleicht habe ich sie auch erst entwickelt, keine Ahnung seit ich Mama geworden bin und das ist noch mal wichtig an der Stelle.
00:25:24: es geht eben nicht nur darum dass etwas verloren geht wenn man Mama wird wie Freiheit, Spontanität oder alte Routinen das haben wir jetzt ja schon oft genug erwähnt sondern es geht auch darum dass Etwas Neues entsteht und entstehen kann in dieser Rolle als Mutter.
00:25:39: Und manchmal ist auch dieses tiefe Verantwortungsgefühl, dass einem eine völlig neue Perspektive auf das Leben geben kann.
00:25:46: Ja total und ich finde es sehr hilfreich den Fokus auch mal bewusster auf diese neuen Qualitäten zu legen.
00:25:53: Ich zum Beispiel wenn du das gerade so gesagt hast ich zum Beispiel habe gelernt immer ruhiger zu werden vor allem in so eskalierenden Situationen.
00:26:02: wenn jetzt die Kinder natürlich älter werden, dann auch ihre Phasen haben nicht mit zu eskalieren.
00:26:08: Sondern ich werde dann immer ruhiger und schaue mir das eigentlich erst mal
00:26:11: an.".
00:26:12: Das habe ich auch lässt an mir festgestellt.
00:26:14: Auch völlig irre ne?
00:26:15: Ist auch eine tolle!
00:26:16: Findest du es auch eine tolle Qualität?
00:26:17: Tolles.
00:26:17: Neues Skill, den du da gelernt hast!
00:26:19: Da hab ich mir neu aufgespielt.
00:26:20: Krachte eingeschafft.
00:26:22: Super.
00:26:23: Bin ich gut.
00:26:24: Geht nicht immer, aber immer öfter.
00:26:26: Nee das ist echt ... Ja einfach interessant finde ich auch an einem selbst dann wenn solche Situationen überstanden sind wo man so denkt oh krass ja.
00:26:35: Das kann ich und das stellt man dann so selbst fest dass man das irgendwie kann.
00:26:40: Und statt nur zu sehen, was man vielleicht wie du auch gerade gesagt hast vermisst hat darf man das auch gerne mal sagen so wie wir es grade gesagt haben.
00:26:48: Du hast die Geduld an dir entdeckt ich vielleicht dass man in manchen Situationen einfach ruhiger wird die einfach sehr aufbauschend sind.
00:26:56: dann darf man Das laut aussprechen und sagen hey schau Mal das kann Ich jetzt das liegt mir.
00:27:02: oder das ist eine neue Qualität Oder neues Skill wie du gerade gesagt Hast das hier aufgespielt wurde.
00:27:08: Das kann ja auch wieder diese innere Stärke zurückholen, dass man so ein bisschen stolz vielleicht auf sich ist.
00:27:15: Und das wird einem auch das Leben lang begleiten.
00:27:17: Genau dieser Eigenschaften, die man eben neu erlernt.
00:27:20: und vielleicht sammeln wir zum Schluss noch ein paar Tipps, die Frauen in dieser Phase noch helfen können oder?
00:27:25: Sollen wir das mal noch machen?
00:27:27: Das
00:27:27: finde ich eine mega Idee.
00:27:28: Schreib
00:27:28: schon mal ein paar auf, du erzählst weiter!
00:27:30: Ja
00:27:30: super, jetzt hier aus dem Blauen heraus meine Top drei werden glaube ich sich Zeit geben.
00:27:36: also Man sollte nicht von sich selbst erwarten, als Frau das nach sechs Wochen alles eingespielt ist.
00:27:42: Und manche sind ja wirklich, dass sie denken drei, vier, fünf Tage nach der Geburt ist alles wieder beim Alten.
00:27:48: Manchmal dauert es wirklich Monate oder sogar Jahre!
00:27:51: Auch das gibt's bis sich ein neues Gleichgewicht einstellt und das ist alles völlig in Ordnung, alles völlig normal.
00:27:58: Außerdem finde ich noch wichtig, in Austausch zu bleiben, Austauscht zu suchen vielleicht auch mit anderen Frauen einfach ... indem man ins Gespräch kommt und nicht nur über die schönen Seiten zu sprechen.
00:28:09: Das machen wir ja ganz gern mal, dass wir da so nicht hinter die Fassade blicken lassen.
00:28:13: Und das ist eigentlich schade weil wenn wir uns auch austauschen über anstrengende Momente sprechen, über herausfordernde Momente, ich glaube dann kann es uns alle sehr bereichern und auch entlasten.
00:28:23: Weil das macht klar du bist als Frau mit deinen Gefühlen und den Herausforderungen auch als Mutter.
00:28:28: nicht allein Ja!
00:28:30: Es gibt auch andere Frauen da draußen und Familien die Probleme haben, vielleicht die Herausforderung haben.
00:28:35: Die gerade Struggeln.
00:28:37: ja wo eben nicht alles rosarot ist und ich glaube das kann sehr helfen.
00:28:40: Und da fällt mir gleich direkt noch was ein Perfektion loslassen.
00:28:44: Das Bett
00:28:47: Es muss nicht immer das perfekte Abendessen auf dem Tisch stehen oder die Wohnung blitze blank sein.
00:28:53: Manchmal reicht es einfach völlig wenn alle satt sind und man selbst fünf Minuten mal durchschnaufen konnte am Tag Oder auch mal alleine auf die Toilette gehen konnte.
00:29:00: Ja aber dass Loszulassen, gerade nach der Geburt des ersten Kindes ist unglaublich schwer.
00:29:05: Also das erst mal zu lernen... Das ist der Wahnsinn!
00:29:09: Ja und die Unordnung auch zuzulassend.
00:29:12: und diese neuen Gegebenheiten...
00:29:15: Kannst du dich erinnern dass wir uns manchmal mehr gegenseitig Bilder geschickt haben wie unser Küchentisch aussieht?
00:29:23: Schau mal, so sieht es bei mir gerade aus.
00:29:24: Der Tisch ist
00:29:27: auch noch dreckig.
00:29:29: Hast du meinen Wäscheberg neben dran schon gesehen?
00:29:32: Ich trage demnächst was dran!
00:29:34: Die ist noch nicht
00:29:35: gewaschen.
00:29:36: Gebügelt auch nicht mehr.
00:29:37: Aber
00:29:37: das hat uns gut getan oder?
00:29:39: Es hat uns wirklich gut getan dass es eben nicht perfekt ist sondern wenn wir's Haus verlassen noch aussieht wie ist größte Chaos?
00:29:46: aber vielleicht habt ihr ja genauso eine Person wie wir es uns gegenseitig dass ihr euch genau solche Bilder schickt sprachen Nachrichten oder die einen kurz aufatmen lassen und vielleicht ja auch so ein kleines Schmunzeln im Alltag noch bringen.
00:29:58: Das sind ganz tolle Punkte, die du gesagt hast Anja!
00:30:00: Und mir sind gerade noch ein paar eingefallen, die würde ich gerne ergänzen.
00:30:04: Und zwar als erstes dachte ich mir ist es vielleicht auch schön, noch Mini-Auszeiten einzubauen.
00:30:09: Du hast es grade gesagt mit mal kurz alleine auf die Toilette gehen das ist schon eine Mini Auszeit.
00:30:15: Mal kurz unter die Dusche zu hüpfen Kaffee kurz in Ruhe auf dem Balkon zu trinken, wenn das Kind gerade mal schläft und die Tasse auch noch warm ist und nicht ganz ausgekühlt.
00:30:24: Ein ganz kurzer Spaziergang alleine!
00:30:26: Und wenn es nur zwei drei Minuten einmal ums Haus, um den Block oder ähnliches sind ... Aber diese kleinen Momente können so richtig, richtig Kraft geben.
00:30:35: Vor allem aber auch... Das ist der zweite Punkt, die Gefühle ernst zu nehmen.
00:30:39: Ich glaube wir hatten's immer mal schon angesprochen, immer mal kurz erwähnt.
00:30:44: Aber sprich aus, was du fühlst.
00:30:46: Ob du traurig bist, ob du wütend bist, überfordert bist und glücklich bist, dass dir gerade gut geht ... Du darfst es sagen!
00:30:54: Und sei es dem Partner der Freundin oder der Hebamme, die vielleicht gerade da ist, Gefühle wegzuschieben, macht das oft schwer.
00:31:03: Manchmal tut es einfach gut sich mitzuteilen und diese loszulassen.
00:31:07: Dann hat man gefühlt auch schon zwei Kilo weniger auf den Schultern zum Tragen und auch das Selbstbild dynamisch zu sehen.
00:31:15: Das ist ja die Folge, um die ich heute so ein bisschen trete.
00:31:18: Aber erinnert dich vielleicht daran, dass du mehr bist als nur Mama?
00:31:22: Vielleicht ist es ein Hobby, das du gerne hast, vielleicht auch neu anfängst im Wochenbett.
00:31:28: Viele fangen jetzt ja der größte Hype ins Stricken, die dann anfangen
00:31:31: ... Marie, krieg ich dich noch dazu?
00:31:32: Ja, du
00:31:33: kriegst mich auch noch dazu!
00:31:34: Mal gucken... Wann?
00:31:37: Oder ihr Hekelt, ihr Töpfer.
00:31:39: Ich weiß nicht irgendwas was ihr gerne macht.
00:31:41: Ihr fangt wieder an zu lesen.
00:31:42: Hab das vielleicht eine lange Zeit nicht gemacht.
00:31:45: Ihr habt vielleicht einen beruflichen Aspekt den ihr weiterverfolgen könnt oder eine Freundschaft die neu aufblüht oder wo ihr sagt oh da wollte ich mich die ganze zeit schon mal melden und findet jetzt vielleicht nochmal den punkt.
00:31:56: Und all das bleibt ja Teil von euch!
00:32:00: Wenn es auch erstmal ne Pause macht darf es später wieder ein Platz bekommen wieder neu da sein.
00:32:07: Und das ist, glaube ich, wichtig!
00:32:09: Und vielleicht noch ein Gedanke zum Mitnehmen an der Stelle?
00:32:12: So wie das Kind wächst und sich entwickelt darf auch die Mama wachsen und sich entwickeln...
00:32:17: Oh, das ist schön, das is'n tolles Bild.
00:32:18: Das finde ich auch immer in den Wochenbetten nochmal wichtig zu betonen wenn wir als Hebammer hinkommen weil dazu gehört einfach die eigene Bedürfnisse ernstzunehmen und auch klar zu ihnen zu stehen.
00:32:27: und dazu gehören aber auch Fehler und Menschlichkeit Auch wenn wir das Gefühl haben immer wir müssen als Mütter perfekt sein.
00:32:33: dem ist nicht so.
00:32:35: Ja genau, man muss dich sofort alles finden oder wissen.
00:32:38: Es ist ein Prozess wie du gerade gesagt hast.
00:32:40: jeder wird nach der Geburt des ersten Kindes zum ersten Mal Mama ob wir Hebamme sind oder nicht auf wen anderen Beruf haben oder nicht.
00:32:48: sei immer freundlich zu dir selbst und nehmen die Unterstützung an wenn sie dir angeboten wird und vertraue darauf dass dein Selbstbild mit dir wächst und mit allen Herausforderungen die du hast durch deine Grenze weiter verschiebst und auch diese weiter mit dir aufblühen lässt
00:33:04: Und weißt du, was ja auch das Schöne ist bei der ganzen Sache?
00:33:07: Das sage ich nämlich auch mal bei den Hausbesuchen.
00:33:10: Euer Kind weiß ja nicht, dass das so ist und dass ihr vielleicht zum ersten Mal Mama geworden seid!
00:33:16: Ja also gerade nach der Gewurt des ersten Kindes.
00:33:18: Dass heute man sich finde immer wieder bewusst machen und... Was mir in dem Zusammenhang noch einfällt und mich auch immer wieder auf Social Media begegnet, ist der sogenannte Marmeffekt.
00:33:27: Ist dir das auch aufgefallen?
00:33:28: Das bloppt in letzter Zeit immer ein bisschen mehr hoch, find' ich.
00:33:31: Und deswegen würde ich Ihnen an dieser Stelle gerne noch erwähnen Weil viele Frauen haben ja so diese Erwartung an sich direkt nach der Geburt, beziehungsweise spätestens nach dem Wochenbett wieder ganz die alte von Vorderschwangenschaft zu sein.
00:33:45: Aber dabei kann das ja deutlich länger dauern nicht nur bis man seine Rolle gefunden hat sondern auch vom Aussehen finde ich sieht man das ganz häufig dass das eine ganze Weile braucht bis man vielleicht wieder so aus wie vorher... Manche sehen dann noch ganz anders aus und fühlen sich dadurch viel wohler und das finde ich auch noch ganz spannend.
00:34:03: Oh ja, das ist auch wichtig zu erwähnen.
00:34:04: Der Körper braucht Zeit!
00:34:06: Die Hormone brauchen Zeit und auch das innere Bild von sich selbst zu sortieren.
00:34:11: Wer bin ich jetzt?
00:34:12: Welche Person bin ich?
00:34:13: Von außen und auch von innen... Das passiert einfach nicht von heute auf morgen.
00:34:18: Und dazu kommt in vielen Fällen noch der Schlafmangel dazu und über einen längeren Zeitraum, der dann noch anhält und die dauerhafte Kehrarbeit, die man dann leistet und alles was drum herum irgendwie noch so passiert.
00:34:30: Ja, das is' einfach nicht einfach.
00:34:32: Du hast auch schon gesagt, manche fühlen sich in ihrem Körper wohl.
00:34:35: Manche aber auch gar nicht.
00:34:37: und das zu akzeptieren was eine Schwangerschaft mit einem Körper macht sei es dass zum Beispiel Dehnungsstreifen dazu gekommen sind.
00:34:44: Man nicht mehr das Gewicht wieder vor erreicht.
00:34:46: Man nur Hosengröße größer trägt weil allein das Becken sich weitet und einfach so bleibt wie es ist.
00:34:52: also Dinge auf die man selbst auch keinen Einfluss hatte und auch nach der Geburt nicht hat zu akzipieren ist eine große Herausforderung.
00:34:59: Und du sagst grad schon Das klingt schon durch, das kann dauern.
00:35:03: Und eben nicht nur Tage und Wurzeln sondern manchmal wirklich mehrere Jahre.
00:35:07: und an der Stelle auch noch mal wichtig man muss nicht wieder die alte Version von sich werden wie du das gerade auch schon gesagt hast weil manche Umstände hat man einfach nicht in der Hand und deswegen geht es eigentlich viel mehr darum sich in seiner neuen Rolle und Identität einzufinden und dass wird dir da mal auch so ein Zeitrahmen an die hand bekommt.
00:35:24: das kann wirklich einem bis zwei jahre dauern das Frauen einfach damit struggling und das ist völlig normal.
00:35:29: Also das ist eine unglaublich lange Zeit.
00:35:31: Und wenn man zwischendurch manchmal das Gefühl hat, sich selbst nicht mehr zu erkennen wie du es auch gerade so ein bisschen beschrieben hast dann keine Sorge!
00:35:38: Das ist kein Alarmzeichen sondern einfach ein Teil des Weges.
00:35:41: und nehmt euch bewusst kleine Auszeiten für die Dinge, die euch gut tun.
00:35:45: macht einen stunden Sport, lehst einen Kapitel in einem guten Buch, nimmt meine lange Dusche mit Musik, macht eine Haarmaske mal ja irgendwas wo ihr einfach mal euren Akkomoment aufladen könnt.
00:35:57: Es geht vielleicht nicht direkt im Wochenbett Ja, das geht vielleicht auch nicht im ersten halben Jahr.
00:36:01: Aber eure Kinder werden älter und dann ist es wichtig eben dass ihr euch diese Meet-Time wieder in euren Alltag einbaut und sie kommen irgendwann zurück!
00:36:08: Also meine Tochter ist jetzt schon älte.
00:36:09: ich kann sagen irgendwann kommt diese Momente wieder und da wirklich einfach Sonntag auch mal da sind Was möchtest du heute um mir?
00:36:14: Du möchtst nicht um mich.
00:36:15: Wie bitte, hallo!
00:36:16: Das mach ich denn jetzt
00:36:17: mit meiner vielen Zeit?
00:36:19: ja also deswegen irgendwann kommt es wieder und solche Momente auch das ist noch mal wichtig zu betonen.
00:36:24: die laden euren eigenen akku auf und machen es leichter dann auch wiederum den alltag mit kind voller energie und auf freude zu leben.
00:36:31: vielleicht können wir so zusammenfassen dass selbstbild nach der geburt ist wie ein puzzle manche teile bleiben gleich Und andere kommen einfach neu dazu.
00:36:40: Am Ende entsteht ein neues Bild, ein rundes Bild und ein einzigartiges Bild für jede Frau!
00:36:47: Ich finde, das hast du wunderschön gesagt, liebe Marie.
00:36:49: Und ich finde, dass war auch ein schöner Abschluss von unserer ersten Folge in dieser neuen Staffel.
00:36:54: Danke, dass ihr heute wieder zugehört habt!
00:36:56: Wir freuen uns darauf, in den kommenden Wochen viele weitere spannende Themen zu besprechen.
00:37:01: und Überraschung!
00:37:02: Wir haben auch wieder ein paar Gäste zu uns eingeladen.
00:37:05: Juhu!
00:37:05: Auf
00:37:05: die freue ich mich nämlich schon sehr.
00:37:07: Genau da wollen wir noch nicht
00:37:10: allzu viel verraten
00:37:11: nur, dass wir uns sehr darauf freuen
00:37:14: wenn auch
00:37:15: ihr wieder mit dabei seid.
00:37:16: Und damit schließen wir die Folge heute ab!
00:37:18: Wir wünschen euch allen gerade in dieser Phase ganz viel Vertrauen und Gelassenheit, und macht's gut bis in zwei
00:37:26: Wochen!
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